Pressespiegel und Berichte

6.5.2022
Kirschblütentreff 2022
Ehrung für Beate Haunhorst

2017 Kirschbluete 035 kAnfang Mai hat die Gemeinde Hagen a.T.W. zu ihrem Kirschblütentreff 2022 ins Bürgerhaus in Natrup-Hagen eingeladen. Neben Ehrenamtlichen aus Sportverein, Feuerwehr, Bücherei, Repair-Café und Umwelt-AG wurde in diesem Jahr auch Beate Haunhorst, unsere Koordinatorin und Mitbegründerin des Hospizvereins Hagen a.T.W., für ihr soziales Engagement geehrt.

Laudator Michael Schönhoff hob hervor, dass die Begleitung von schwerkranken Menschen naturgemäß nicht unter den Augen der Öffentlichkeit stattfinden könne, sondern ganz im Stillen geschehe. Besonders wertvoll sei dabei in seinen Augen die intensive mitmenschliche Zuwendung, die Beate Haunhorst in vielfältiger Form den Menschen gegeben habe, die in existenziellen Krisenzeiten Hilfe benötigt hätten. Er beendete seine Laudatio mit dem an sie gerichteten Satz: „Du gibst den Tagen mehr Leben!“

Der Vorstand und alle ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter des Hagener Hospizvereins gratulieren Beate Haunhorst herzlich zu dieser Anerkennung und freuen sich mit ihr. 

Hier finden Sie einen Artikel aus der NOZ zu der Veranstaltung und hier einen Bericht des Hagener Marktboten.

20.3.2022
10 Jahre Hospizverein Hagen a.T.W.
Jubiläumskonzert und Wanderaussstellung

Worte Lieder HJW 001 kVor 10 Jahren wurde der Hospizverein Hagen a.T.W. gegründet. Mittlerweile hat er gut 70 Mitglieder und mehr als 20 ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen und -begleiter. 

Aus Anlass des Jubiläums hatte der Verein sich vorgenommen, selbst ein Konzert zu gestalten mit Texten und Musik, die sich aus ganz persönlichen Erfahrungen der Vereinsmitglieder speisen: Die "Worte und Lieder des Lebens". In exklusiv für diesen Abend geschriebenen Texten reflektierten nicht nur die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Hospizvereins ihre prägendsten Erlebnisse rund um die Themen Trauer, Tod und Sterben, sondern auch Betroffene, die sie begleiten durften. Mit Live-Musik ergänzt, wurde es für 160 Zuhörerinnen und Zuhörer in der Ehemaligen Kirche ein Abend, der unter die Haut ging. 

Ausstellung Koffer ohne Rahmen k

 

Gleichzeitig wurde im Rahmen des Konzerts die Wanderausstellung "Koffer für die letzte Reise" eröffnet. Ca. 100 Besucherinnen und Besucher haben sich diese Ausstellung vom 21. - 24. März in der Ehemaligen Kirche angesehen.

Hier finden Sie einen Artikel aus dem Südkreiskurier zu dem Konzert und hier einen Bericht des Hagener Marktboten.

11.3.2022
Mitgliederversammlung 2022
Bericht über zwei Jahre Vereinsarbeit

MV 2022 03 kNachdem Sturm „Zeynep“ am 18. Februar eine kurzfristige Verschiebung notwendig gemacht hatte, trafen sich am 11. März 15 Mitglieder des Hospizvereins im Bürgerhaus in Natrup-Hagen zur Mitgliederversammlung 2022. Vorstandsmitglied Hilde Butz begrüßte die Anwesenden und eröffnete die Versammlung mit einem besinnlichen Text zum Thema Frieden. 

Da im Jahr 2021 coronabedingt keine Mitgliederversammlung stattfinden konnte, blickte Vorstandsfrau Marie-Theres Ellers gleich auf zwei Jahre Vereinsarbeit zurück. Obwohl die Corona-Pandemie die Begleitungen erschwerte und etliche Veranstaltungstermine abgesagt werden mussten, fiel das Resümee insgesamt dennoch positiv aus, da trotz aller Einschränkungen einige gelungene Veranstaltungen durchgeführt werden konnten (s. u.). 

Beate Haunhorst, Koordinatorin der Begleitungsarbeit, konnte von mehr als 50 Erstgesprächen in den vergangenen beiden Jahren berichten, aus denen insgesamt 25 Trauer- oder Sterbebegleitungen hervorgegangen sind. Besonders hob sie hervor, dass die Hospizgruppe im letzten Jahr durch einen männlichen Trauer- und Sterbegleiter Zuwachs erhalten habe. 

Kathrin Schuten, seit zwei Jahren zuständig für die Finanzen im Verein, gab Auskunft über Einnahmen und Ausgaben, deren ordnungsgemäße Abwicklung von Kassenprüfer Johannes Plogmann voll bestätigt wurde. Dessen Ausführungen untermalte Winfried Karthaus als zweiter Kassenprüfer anschließend mit einem Gedicht, für das er viel Heiterkeit und reichlich Applaus erntete. 

Es folgte dann durch Hilde Butz ein Ausblick auf die Veranstaltungen im laufenden Jubiläumsjahr. Als Höhepunkt nannte sie dabei das Konzert „Worte und Lieder des Lebens“ am 20. März und die gleichzeitig beginnende Ausstellung „Koffer für die letzte Reise“. 

Abschließend erhielten die anwesenden Mitglieder einen Überblick zum Stand des geplanten Begegnungsortes am Waldfriedhof. Beate Haunhorst konnte davon berichten, wie positiv das Echo bei den Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin ausgefallen war. Sie machte aber auch deutlich, dass noch viel ehrenamtliches Tun notwendig sei, um das Vorhaben in die Realität umzusetzen.

6.1.2022
Weihnachtlicher Livestream
Spende von 1000 Euro für Hospizverein

Über ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk durfte sich der Hagener Hospizverein am Drei-Königs-Tag freuen: Drei bekannte DJs überreichten Vertreterinnen des Vorstandes eine Spende in Höhe von 1000 Euro. 

Es ist fast schon Tradition, dass jeweils am 23. und 25. Dezember die drei DJs Glitzi Palermo, Hendrik und Marvin von der Relaxx-Veranstaltungstechnik auf dem Saal Stock in Hagen für Party-Stimmung sorgen. Pandemiebedingt war das im vergangenen Jahr nur virtuell möglich. Alle Party-Hungrigen konnten per Livestream dabei sein - und während der Übertragung für den Hospizverein spenden. Dabei kamen rund 500 Euro zusammen. Diesen Betrag verdoppelten die DJs, Relaxx-Mitarbeiter und Charly Niehenke von der Gaststätte Stock auf 1000 Euro.
Dafür allen Beteiligten sowie allen Spenderinnen und Spendern ein ganz herzliches Danke!

Einen Bericht der NOZ über die Aktion und die Spendenübergabe finden Sie hier, und hier einen Bericht des Hagener Marktboten.

17.11.2021
Wohin entwicklet sich unsere Trauerkultur?
Podiumsdiskussion mit erfahrenen Fachleuten

Trauerkultur 2021 11 III

Gut 30 Personen waren dem Angebot des Hospizvereins gefolgt, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die fortschreitenden Veränderungen in unserer Trauerkultur Gedanken zu machen. Sehr hilfreich war es dabei, dass der Verein gleich vier „Profis“ eingeladen hatte, die aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz berichten konnten.

Da war zum einen Pater Franz Richardt ofm aus dem Haus Ohrbeck. Als Ausbilder für die Sterbe- und Trauerbegleitung, aber vor allem auch als Priester und Seelsorger gehören für ihn das Sterben und die Begleitung trauernder Angehöriger zu seinem Alltag. Sein Credo lautet: „Trauernde aus der Ohnmacht holen, ihnen zuhören und eher still bleiben, statt mit Phrasen zu kommen.“ 

Trauernde fühlen sich heute zunehmend alleingelassen. Im Gegensatz zu früher seien Nachbarn, Freunde und das sonstige Umfeld heute oft sehr unsicher, wie sie mit der Situation und mit den Trauernden umgehen sollten. Alte Rituale, die Halt geben könnten, seien verlorengegangen, befand die Bestatterin und Trauerbegleiterin Andrea Brand. Sie hob hervor, wie wohltuend für die Angehörigen häufig das Totengebet am Vorabend der Beerdigung sei. Das sei ihr schon oft rückgemeldet worden. Sie sehe ihre Aufgabe darin, die Angehörigen bis zur Beerdigung in ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen gut zu begleiten. Hilfreich sei für sie dabei ihre eigene umfangreiche Ausbildung zur Sterbe- und Trauerbegleiterin, die sie vor vielen Jahren bei Pater Franz Richardt durchlaufen habe. 

Die in der Krankenhaus-Seelsorge tätige Pastoralreferentin Margret Obermeyer berichtete, dass inzwischen in vielen Gemeinden des Bistums Beerdigungen in den Händen der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lägen. Anders als den Gemeindepfarrern stünde ihnen in der Regel deutlich mehr Zeit zur Verfügung, in der sie sich um die trauernden Angehörigen kümmern könnten. 

Klaus Schlautmann-Haunhorst, Fährmann, Sterbe- und Trauerbegleiter sowie Psychologischer Psychotherapeut, ist es in der Begleitung von Sterbenden und trauernden Angehörigen das wichtigste Anliegen, eine gute Beziehung zu den Menschen aufzubauen. Dankbar sei er für die Hagener Hospizgruppe, die dieses Anliegen teile und für die er daher gerne noch einmal werbe. Wichtig sei ihm die Frage Jesu: „Was willst Du, das ich Dir tue?“ und die Übersetzung der „Frohen Botschaft“ in den konkreten Lebensalltag. Der christliche Fährmann erhalte seinen Auftrag von seinem Gegenüber, den Bedürftigen, und hole sie dort ab, wo sie sich gerade befänden. Er gebe ihnen Vertrauen, Halt und Sicherheit und begleite sie ans jenseitige, unbekannte Ufer.

In der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema waren sich alle vier Podiumsmitglieder einig, dass für Trauernde Orte der Begegnung wichtig seien. So könnten auf Friedhöfen z. B. Bänke oder anregende Skulpturen zum Austausch mit anderen einladen. 

Moderiert wurde die Veranstaltung von Vereinsmitglied sowie Sterbe- und Trauerbegleiter Werner Lukas-Nülle, der Beiträge des Publikums anregte und aufnahm, mit eigenen Fragen ergänzte und dadurch insgesamt für einen reibungslosen und vor allem informativen Abend sorgte. Die Podiumsgäste überraschte er zum Abschluss mit einem symbolischen Dankeschön in Form eines traditionellen „Beerdigungskuchens“.

Direkt am Tag nach dieser Veranstaltung erschien in der NOZ ein lesenswerter Artikel zum gleichen Thema, der einige weitere Aspekte beleuchtet. Diesen Artikel finden Sie hier.

Das Glück am Ende des Weges 2021 09 26 29 v226.9.2021
Im Zaubergarten des Augenblicks
Ein Mächennachmittag im Landcafé

Dankbar für ein gut gefülltes Haus begrüßte Carola Eckhoff, die Inhaberin des Landcafés am Goldbach in Lotte, über 50 Gäste, die sich auf Einladung des Hospizvereins Hagen auf den Weg gemacht hatten zu einem Märchennachmittag für Erwachsene in ihrem Café. 

Sonja Fischer, Märchenerzählerin und selbst auch Trauerbegleiterin, lud die Anwesenden ein, sich auf ihr inneres Kind zu besinnen und an diesem sonnigen Nachmittag mit ihm zusammen einen Ausflug zu machen in den "Zaubergarten des Augenblicks", den sie ihnen mit ihren Märchen zeigen wollte. Und so erzählte sie von einer alten Brokatweberin, die voller Sehnsucht das Land ihrer Träume suchte und es am Ende ihres Lebens schließlich fand mit Unterstützung ihres jüngsten Sohnes, der dafür vielerlei Abenteuer bestehen musste. Sie erklärte, wie die Schmetterlinge auf die Welt gekommen sind und was es mit der Skelettfrau aufDas Glück am Ende des Weges 2021 09 26 21 b sich hat, von der die Inuit erzählen.

Ausdrucksstark in Stimme, Mimik und Gestik überraschte sie ihr Publikum mit der Nachricht, dass Frau Holle den Tod zum Freund hatte, und wie sie ihn dazu bewegte, mit Hilfe einer alten Frau ihren Apfelbaumgarten wieder zum Blühen zu bringen. Abschließend machte sie deutich, warum es im Leben besser ist, gelbe Tüten zu sammeln und schwarze spätestens nach einer Woche wegzuwerfen. Dass man so dem Himmel ein Stück näher kommen kann, ließ sie zum Ausklang spürbar werden, indem sie zusammen mit allen Anwesenden folgenden bekannten Kanon anstimmte: "Der Himmel geht über allen auf ..."

Musikalisch begleitet wurde S. Fischer an der irischen Harfe und der Gitarre von Marie Pieck (Religionspädagogin und Musikerin). Fischer selbst ergänzte zwischen den einzelnen Märchen Piecks Harfenspiel mit ihrer großen Bass-Blockflöte und einer selbst hergestellten Märchenflöte. 

Das Programm für diesen Märchennachmittag haben Sonja Fischer und Marie Pieck zusammen mit dem Erzähltheater Osnabrück entwickelt. Dieses Projekt wurde gefördert durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. und aus dem Programm „Niedersachsen dreht auf“. 

Hier finden Sie einen Bericht des Hagener Marktboten über die Veranstaltung.

Auf bunten Flügeln 2021 06 20 k80020.6.2021
Auf bunten Flügeln ...
Premiere: Märchennachmittag für Familien
Foto: Sabine Meyer

"Auf bunten Flügeln in eine andere Welt – Geschichten vom Leben und Abschied" - so betitelt Sabine Meyer vom Erzähltheater Osnabrück ihre Pressemitteilung zu einem Märchennachmittag für Kinder, Eltern und Familien, die sich behutsam und kindgerecht dem Thema „Leben und Abschied“ nähern wollen. Das etwa einstündige Programm für diesen Nachmittag wurde entwickelt von Sonja Fischer (Erzählerin und Trauerbegleiterin, s. Foto links) und Marie Pieck (Musikerin und Religionspädagogin, s. Foto rechts) zusammen mit dem Erzähltheater Osnabrück. 
Rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer kamen an einem sonnigen Sonntagnachmittag unter freiem Himmel im Außenbereich des Bürgerhauses in Natrup-Hagen in den Genuss, die erste Aufführung dieses Stückes erleben zu dürfen. Es wurde deutlich spürbar, dass es nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen angesprochen hat.

Die Entwicklung des Projekts wurde gefördert durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. und aus dem Programm „Niedersachsen dreht auf“. 
Einen ausführlicheren Bericht des Hagener Marktboten über die Veranstaltung finden Sie hier.

Singen Michael 2021 06 0618.6.2021
Singen mit Michael
Neustart mit "Ich liebe das Leben"

Treffender als mit diesem Titel des bekannten Liedes von Vicky Leandros könnte man diesen Abend kaum überschreiben: Eine Gruppe von etwa 20 Gesangsinteressierten konnte sich das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zu einem gemeinsamen Singen mit Michael Schönhoff treffen und so einen Schritt machen zurück in ein normales Leben, das zwanglose und entspannende Begegnungen dieser Art zulässt.

Ein lauer Sommerabend erlaubte es, unter schattenspendenden Bäumen im Garten des Bürgerhauses in Natrup-Hagen Singen Michael 2021 06 02in großer Runde mit gutem Abstand Platz zu nehmen und dann zu Gesang und Gitarrenspiel von Michael Schönhoff auch selbst wieder die Stimme zu erheben. Wenn es manchem zu Beginn auch so vorkommen mochte, als sei die eigene Stimme ein wenig eingerostet, bedurfte es dennoch keines langen Anlaufs, um zu einer musikalischen Reise quer durch die Musikgeschichte und rund um die Welt zu starten: Englische Songs wie z. B. "Yesterday" von den Beatles, "This land is your land" von Woodie Guthrie oder "Father and son" von Cat Stevens wurden genauso gerne mitgesungen wie deutsche Titel von Reinhard Mey ("Gute Nacht, Freunde", "Über den Wolken"), plattdeutsche Lieder von Knut Kiesewetter ("Fresenhof") oder Klassiker aus dem Bereich der Volkslieder ("Dat du min Leevsten büst", "Die Gedanken sind frei"). Zur abendlichen Stimmung passten auch Titel wie "Kein schöner Land" und "Wenn bei Capri" wunderbar. Bei der gesanglich und rhythmisch sicheren Begleitung durch M. Schönhoff konnte dabei sogar ein wenig Gänsehaut aufkommen. Dafür bedankte sich das Publikum bei ihm mit einem kräftigen Applaus und der Vorstand mit einem Gutschein für eine in dieser Jahreszeit besonders beliebte Kaltspeise.

Hier finden Sie einen Berichte des Hagener Marktboten über die Veranstaltung.

Hospiz Hagen lg21.4.2021
"Niemand muss in seiner Trauer allein sein"
Bericht der NOZ über die Arbeit des Hospizvereins in Zeiten der Pandemie

Tod und Trauer kenen keinen Lockdown. Im Gegenteil: Die Pandemie führt zu mehr Todesfällen als sonst. Zudem erschwert sie in vielen Fällen das Abschiednehmen und in der Folge auch die Verarbeitung der Trauer. Eine Begleitung durch die Ehrenamtlichen des Hagener Hospizereins ist trotz Corona möglich unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln. Näheres hierzu hat kürzlich die NOZ in einem Interview mit Beate Haunhorst, der Koordinatorin des Vereins, recherchiert und berichtet darüber in einem eigenen Artikel. Diesen Artikel finden Sie hier. 

Emmora Artikel Vogelpohl 50025.10.2020
Artikel für Online-Magazin
Erfahrungsbericht einer Sterbe- und Trauerbegleiterin

Im April dieses Jahres berichtete die NOZ über eine Podcast-Serie namens "ende gut", die die beiden Inhaberinnen von Emmora produziert haben (https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/2029847/podcast-ende-gut-tod-und-trauer-duerfen-keine-tabus-mehr-sein). Bei Emmora handelt es sich um eine Internet-Plattform, die bundesweit Interessierte bei allen Fragen rund um die Themen Lebensende, Bestattung und Trauer unterstützen möchte. 
Aufgrund einer Idee bzw. Anregung für eine weitere Episode des Podcasts nahm ein Vorstandsmitglied Kontakt auf zu den beiden Autorinnen. Aus diesem Kontakt entstand die Idee für einen Erfahrungsbericht aus der ambulanten Hospizarbeit für das Online-Magazin auf Emmora. Unsere Sterbe- und Trauerbegleiterin Maria Vogelpohl hat diese Aufgabe übernommen und zusammen mit einer Familie, die sie seit 2016 begleitet, einen Bericht verfasst über die gemeinsamen Erfahrungen. Das Ergebnis finden Sie hier.

Sturm17.10.2020
Wenn das Leben stürmisch ist 
Hospizverein gestaltet Gottesdienst

Lebensräume - Glaubensräume: Unter diesem Motto hat die Katholische Pfarreiengemeinschaft St. Martinus Hagen und Mariä Himmelfahrt Gellenbeck für die Zeit von Okotober bis Dezember 2020 kirchliche und nichtkichliche Vereine, Verbände und Gruppen eingeladen, "Wortgottesdienste mal anders!" zu gestalten. (Näheres s. hier.

Diese Einladung hat auch unser Hospizverein angenommen und den Gottesdienst am Samstag, den 17.10.2020, vorbereitet Das Motto entsprach dem Titel dieses Beitrages. Einen kurzen Bericht und einige Fotos finden Sie hier auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft.

15.9.2020
Klassenkasse für Hospizverein
Spende der Klasse 8b der Oberschule Hagen

Eigentlich hätte ein Tagesausflug oder ein Klassenfest am Ende des Schuljahres daraus werden sollen: Auf fast 210 Euro belief sich nach 2 Jahren der Stand der Klassenkasse der Klasse 8b der Hagener Oberschule. Doch dann machte das Corona-Virus einen Strich durch diese Rechnung. Alternativ entschied sich die Klasse dafür, das Geld dem Hospizverein Hagen zu spenden. Inge Breloh und Hilde Butz nahmen am letzten Schultag vor den Sommerferien die Spende entgegen und berichteten über die Arbeit des Vereins. 

Hier finden Sie einen Bericht des Hagener Marktboten über die Spendenübergabe.

15.2.2020
Bürgerpreis für Hospizvereine
Hohe Professionalität gewürdigt

Seit 16 Jahren verleihen die CDU-Ortsvereine Alt-Georgsmarinehütte und Holzhausen einen Bürgerpreis, mit dem sie ehrenamtliches Engagement würdigen möchten. In diesem Jahr erhielten die Organisatoren des Malberger Kinderfestes sowie die beiden Hopsizvereine aus Georgsmarienhütte und Hagen diese Auszeichnung. Der Vorsitzende Christoph Ruthemeyer hob bei der Übergabe im Rahmen eines Grünkohlessens die hohe Professionaität hervor, mit der die ehrenamtlichen Sterbe- und TrauerbegleiterInnen beider Vereine ihre Arbeit leisten. Für den Hagener Hospizverein nahm die Holzhauser Ortsgruppe mit Maria Dörfler, Herbert Flothmann, Hilde Butz und Marie-Theres Ellers den Preis entgegen und ließ sich den Grünkohl schmecken.

Hier finden Sie einen Bericht der NOZ über die Preisvergabe.

14.2.2020
Abschied und Neubeginn
Mehr Frauenpower für den Hospizverein

Im Bürgerhaus in Natrup-Hagen fand am 14. Februar die diesjährige Mitgliederversammlung des Hospizvereins Hagen statt. Mehr als 30 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und konnten sich bei leckerem Tee und Gebäck über die neuesten Entwicklungen informieren. Zentrale Themen waren die Neuwahlen des gesamten Vorstandes und Änderungen in der Vereinssatzung.

MV 2020 76Nicht mehr zur Wahl stellte sich der erste Vorsitzende Klaus Schlautmann-Haunhorst. Als Gründungsmitglied war er von der ersten Stunde an dabei. Er zog während der Versammlung eine positive Bilanz seiner Amtszeit und betonte, dass er sich den Entschluss, nicht mehr zu kandidieren, nicht leicht gemacht habe. Für ihn sei es an der Zeit, Verantwortung abzugeben und in den Ruhestand zu gehen. Er versprach aber, dem Verein als einfaches Mitglied weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Anwesenden dankten es ihm mit großem Applaus. Auch die zweite Vorsitzende Hilde Butz bedankte sich und sparte nicht mit anerkennenden Worten. „Du bist das Gesicht des Vereins, wir danken Dir sehr für all deine geleistete Arbeit!“ Zum Abschied überreichte sie ihm ein Ginkgobäumchen und ein großes Buch, das die Sterbe- und Trauerbegleiter*innen mit eigenen Beiträgen persönlich für ihn gestaltet hatten.

MV 2020 42MV 2020 49Auch Kassenwart Hans Plogmann und Schriftführer Tobias Laubrock hatten im Vorfeld angekündigt, nicht erneut zu kandidieren. Sie wurden ebenfalls mit herzlichem Dank für ihre geleistete Arbeit verabschiedet. Zur Freude der Anwesenden erklärte Hans Plogmann seine Bereitschaft, im nächsten Jahr als Kassenprüfer zu fungieren. 

MV 2020 92  

Das neugewählte Vorstandsteam des Hospizvereins Hagen (v.l.n.r.):
Kathrin Schuten, Hilde Butz, Marie-Theres Ellers und Inge Breloh

 

Vor den Neuwahlen stand zunächst eine Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Sie war erforderlich geworden, weil es künftig keine Vorsitzenden mehr geben wird, sondern ein Vorstandsteam, das intern flexibel über die Aufgabenverteilung entscheiden kann. Nachdem die Satzungsänderung von den Anwesenden einstimmig beschlossen wurde, konnten die Wahlen erfolgen. Einstimmig gewählt wurden Hilde Butz, Marie-Theres Ellers, Inge Breloh und Kathrin Schuten. Letztere wird das Amt der Kassenwartin übernehmen. Alle vier stellten sich kurz vor und schilderten dabei ihre Motivation, sich der Aufgabe zu stellen. Für ihre Bereitschaft, sich für den Hospizverein zu engagieren, erhielten sie einen kräftigen Applaus. „Bei so viel Frauenpower ist der Verein auch zukünftig gut aufgestellt“, resümierte Klaus Schlautmann-Haunhorst nach den Wahlen.

Aber auch um inhaltliche Themen ging es bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Die hohen Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen wurden hervorgehoben, lobend wurden auch die zahlreichen Arbeitsgruppen innerhalb des Vereins erwähnt.

Beate Haunhorst als Leiterin der Hospizgruppe gab einen Überblick über die in 2019 erfolgten Begleitungen. Sie habe mehr als 30 Erstgespräche geführt, aus denen 15 Sterbebegleitungen, 10 Trauer- sowie 11 Angehörigenbegleitungen hervorgegangen seien. Ganz neu biete der Verein jetzt auch Trauerwanderungen an. Die erste Wanderung habe bereits stattgefunden und sei von den Beteiligten als sehr positiv bewertet worden.

Zum Thema „Garten der Erinnerung“ brachte Winfried Karthaus das Bedauern der zuständigen AG zum Ausdruck, dass aufgrund des Gutachtens, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte, die beabsichtigte Planung nun nicht mehr durchführbar sei.

Zum letzten Mal in seiner Amtszeit trug Hans Plogmann seinen Kassenbericht vor. Demnach konnte der Verein das Jahr 2019 mit einem leichten Überschuss abschließen. Erfreulich ist auch der erneute Anstieg der Mitgliederzahl.

Einen Bericht des Hagener Marktboten finden Sie hier.

Entwurfspraemierung IV15.1.2020
Garten der Erinnerung: Ein schmerzlicher Abschied

Wie mehrfach berichtet, entwickelte der Hospizverein bereits vor 5 Jahren die Idee, in unmittelbarer Nähe des Waldfriedhofs einen Ort der Erinnerung, des Innehaltens und der Begegnung zu schaffen. Nach umfangreichen Vorüberlegungen und einem Ideenwettbewerb in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück sollte vor ca. einem Jahr in einer Sitzung des Friedhofsausschusses der Gemeinde Hagen a.T.W. über die Umsetzung des besten Entwurfs beraten werden. In dieser Sitzung äußerten zwei Einwohner erhebliche Bedenken aus Sicht des Naturschutzes gegen das Projekt. Um diese Bedenken prüfen zu lassen, hat die Gemeinde Hagen ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten kommt nun zu dem Schluss, dass nur ein relativ kleiner Geländeteil oberhalb der Hecke als naturschutzrechtlich unbedenklich anzusehen ist.

Angesichts dieses Ergebnisses haben Vertreter des Hospizvereins in der jüngsten Sitzung des Friedhofsausschusses am 15.1.2020 mitgeteilt, dass der Vorstand die Auffassung der Arbeitsgruppe „Garten der Erinnerung“ bestätigt hat und die verbleibende Fläche für das angedachte Projekt für viel zu klein hält, und dass er sich deshalb von dessen Realisierung verabschiedet. Die Arbeitsgruppe, die sich seit einigen Jahren um die Weiterentwicklung des Projekts gekümmert hat, und der gesamte Vorstand des Vereins bedauern diese Entwicklung ausdrücklich.

Es ist jetzt Sache der Gemeinde zu überlegen, ob die Fläche auf andere Weise einladend und ansprechend gestaltet werden kann wie etwa durch das Aufstellen von Skulpturen oder Sitzgruppen. Zu Gesprächen über solche Alternativen ist der Verein bereit.

Hier finden Sie einen Bericht der NOZ über Verlauf und Ergebnis der Sitzung des Friedhofsausschusses am 15.1.2020.

9.12.2019
Etwas Sehen – Etwas Machen
Weihnachts-Benefiz-Konzert im Hagener Restaurant FachWerk

Weihnachts Benfiz 2019 004Genauso, wie es der selbstgewählte Titel des Konzertes erwarten lässt, hat der bekannte Hagener Musiker Klaus Gausmann es gemacht: Er hat gesehen, dass die Begleitung von Sterbenden und Trauernden durch den Hagener Hospizverein eine wertvolle Arbeit ist, die Unterstützung verdient. Um dafür zu Weihnachten etwas Konkretes zu machen, sprach er seine Musiker-Kollegen an sowie die beiden Hagener Gastronomen Thorsten Niemann vom Restaurant „FachWerk“ und Carsten Dierker vom Restaurant „Zum Forellental“. In kürzester Zeit war so die Idee für ein weihnachtliches Benefizkonzert geboren: Niemann stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, Dierker sorgte fürs Essen und Gausmann für die Musik.

Zu seiner Begleitung gewann Gausmann den „alten Pottbäcker“Weihnachts Benfiz 2019 013 Bernd Niehenke (Gitarre, Ziehharmonika und Gesang), Martin Lutze (E-Gitarre), Andreas Wellmann (Gitarre und Banjo) und Volker Gausmann (Akkordeon). Er selbst sorgte für Gesang, bediente seinen vertrauten Kontrabass, die Ukulele und verschiedene Percussion-Instrumente. Zusammen spielten die fünf Musiker neben verschiedensten bekannten Stücken aus Country, Rock, Pop und Blues auch eigene Kompositionen, vornehmlich auf Plattdeutsch. Vor allem letztere sorgten immer wieder für große Heiterkeit. Im Titel „Huusschwien“ etwa ging es um gar nicht weihnachtliche Eifersuchtsszenen, während „Getrud“ in einem heftigen Rosenkrieg ihren Mann verlässt, der sich für das größte Unschuldslamm aller Zeiten hält und absolut nicht verstehen kann, was plötzlich in sie gefahren ist. Kein Auge blieb trocken beim Song des alten Pottbäckers über einen rüstigen Rentner, der sich „tou Wiehnacht nigge Tiäne“ wünscht und darüber sinniert, bei welcher seiner zahlreichen Freundinnen er sein altes Gebiss wohl verloren haben mag und mit welcher Farbe seine neuen Beißwerkzeuge bei der Damenwelt wohl am besten ankommen könnten. 

Zur weiteren Auflockerung trugen ein "Spaziergang" von Gausmann durchs Publikum bei und immer wieder auch trockene Sprüche der fünf Musiker. Kleine Kostprobe vom Pottbäcker: "Schon gut, wenn man in der Kapelle auch Musiker dabei hat!"

Weihnachts Benfiz 2019 030Einen stimmungsvollen Ausklang fand der abwechslungsreiche und unterhaltsame Konzertabend nach Verlängerung und mehreren Zugaben schließlich in einem gemeinsam gesungenen „Stille Nacht“.

Der Erlös des Abends, der dem Verein als Spende übergeben werden konnte, betrug gut 1600 €. Dafür dem Initiator, allen anderen Akteuren und nicht zuletzt den Spenderinnen und Spendern ein herzliches Danke!

Einen Bericht der NOZ über das Konzert finden Sie hier und einen Artikel über die Spendenübergabe hier. Auch der Hagener Marktbote berichtete; diesen Beitrag finden Sie hier.

21.11.2019 
Nicht nur Kinder brauchen Märchen
Märchenabend im Bürgerhaus 

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   Foto: Max Ciolek

Einen äußerst stimmungsreichen Abend bot der Hospizverein am Donnerstag, den 21. November, im Bürgerhaus in Natrup-Hagen.

Der Verein hatte Tanja Schreiber und Marie Pieck für einen Märchenabend engagiert. Schreiber ist eine ausgebildete Märchen- und Geschichtenerzählerin aus Hamm. Pieck stammt aus Witten und ist Harfenistin und Kirchenmusikerin. Märchenabend 03

Etwa 70 Zuhörerinnen und Zuhörer versammelten sich im Kaminzimmer des Bürgerhauses. Hier trug Tanja Schreiber in stimmungsvoller Atmosphäre mal leise flüsternd, mal mit kräftiger Stimme Erzählungen und Geschichten aus aller Welt vor. Völlig ohne Blatt und hochkonzentriert zog sie ab dem ersten Wort das Publikum so in ihren Bann, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören. Sie präsentierte neben Geschichten von Oscar Wilde u. a. die Ruhrgebietssage vom verunglückten Bergmann Kalle und seiner Verlobten Kaline sowie das klassische Sterntalermärchen der Gebrüder Grimm; außerdem das Märchen von den drei Himmelsschlüsseln in jedem Menschen; von dem Fremden, der nur alle 1000 Jahre mal schläft; von der Schwalbe und dem glücklichen Prinzen; die Erzählung vom irischen Sargmacher Daniel Crowly, der nach einer feucht-fröhlichen Totenwache für den Schmied des Dorfes in seiner Werkstatt mit einer großen Flasche Whisky im Arm einen wahren "Totentanz" erlebt; vom jungen Taxifahrer, der eine alte Dame auf ihrem Weg zum Hospiz noch einmal durch die Straßen ihrer Stadt Märchenabend 01fährt und anschließend bei der Ankunft an ihrem Ziel den Eindruck gewinnt, dass ein Hospiz "ein lustiges Haus" sein kann; und schließlich das Märchen von einer alten Dame, die den Tod mit einer List und einem Zauber in ihrem Apfelbaum festklebte und ihn erst nach 10 Jahren wieder herunterließ - unter der Bedingung, dass er sich bei ihr erst dann wieder blicken lässt, wenn sie ihn ruft.

Mit den sanften Klängen ihrer Harfe zauberte Marie Pieck zwischen den einzelnen Stücken angenehme Momente der Entspannung für das Publikum herbei, in denen die vorgetragenen Märchen und Geschichten wunderbar nachklingen konnten.

Am Ende des Abends bedankte sich das Publikum mit wohl verdientem und lang anhaltendem Applaus. Der Vorsitzende Klaus Schlautmann-Haunhorst und die stellvertretende Vorsitzende Hilde Butz bedankten sich ebenfalls herzlich bei dem Duo mit dem Fazit: „Nicht nur Kinder brauchen Märchen sondern auch Erwachsene, weil sie auf geheimnisvolle Art und Weise die Herzen berühren können.“